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20.04.2014

Die Liebe ist stärker als der Tod

Weihbischof Dr. Thomas Löhr feiert Ostern im Limburger Dom

Weihbischof feierte mit hunderten Gläubigen die Osternacht im Hohen Dom zu Limburg. (Fotos: Bistum)

LIMBURG - Ostern ist nach den Worten von Weihbischof Dr. Thomas Löhr keine Privatsache: "Ostern geht uns alle an und meint uns alle", sagte der Weihbischof in Limburg in seiner Predigt in der Osternacht im Hohen Dom zu Limburg. Die Verkündigung der Osterfreude sei die Aufgabe aller Christen, sonst könne die gute Nachricht von der Auferstehung des Messias nicht alle Menschen erreichen. Löhr erinnerte daran, dass alle Getauften aktive Träger der Verkündigung sind, da sie der Liebe Gottes im Glauben und in den Sakramenten begegnet sind.

 

Ostern ist die Begegnung mit dem Auferstandenen

Für Weihbischof Löhr ist die Liebe Gottes die zentrale Botschaft des Glaubens. Sie vermag alles, lasse sich in keine Grenzen zwängen und sei stärker als der Tod. Die Liebe sei es auch, die die drei Frauen am frühen Morgen nach der Grabesruhe Jesu zum Grab gehen lasse, wie es in der heiligen Schrift beschrieben wird. "Während ihnen die Vernunft raten würde zu warten bis all die Fragen beantwortet sind, sagt ihnen die Liebe: Lasst uns zum Grab gehen. So machen sie die Erfahrung, dass die Liebe Gottes alles vermag", so Löhr. Der unüberwindbare Grabstein war weggewälzt und das Dunkel des Grabes wurde mit Licht erhellt. Nicht aber das leere Grab allein sei Grund der Osterfreude und könne auch für Christen nie der Grund der Hoffnung sein. "Ostern ist die Begegnung mit dem Auferstandenen. Mit dem, der gekreuzigt worden ist und begraben wurde - und der lebt!", sagte der Weihbischof. Christsein bedeute daher auch immer, dem lebendigen Gott zu begegnen.

Unsere Hoffnung hat einen Namen: Jesus Christus


Die drei Frauen seien die ersten gewesen, die von der Liebe des Auferstandenen zu den Menschen erfuhren. "Die Liebe gilt zugleich den Menschen, die sich nach einem Wort der Zuversicht und der Liebe sehnen. Ihnen müssen wir die Botschaft von Ostern bringen. Denn wir Christen haben nicht nur eine Sehnsucht, wir haben eine Hoffnung und diese Hoffnung hat den Namen Jesus Christus", so Weihbischof Löhr. Die Weitergabe der Botschaft von der Auferstehung Christi dulde keinen Aufschub. Christen sollten erfüllt sein, von der gewaltlosen Botschaft von Ostern. Daraus ergebe sich eine Solidarität mit allen Opfern von Krieg, Verfolgung und Gewalt. Aus Liebe habe Jesus das Kreuz auf sich genommen. Die Liebe des Vaters habe ihn aus dem Tod gerettet. Liebe sei das Gebot für seine Jünger. Christus sei glorreich vom Tod auferstanden. Ihm zu begegnen, vertreibe das Dunkel in den Herzen der Menschen und lasse Augen leuchten. Ihn zu verkünden, sei die Aufgabe von allen Christen, damit das Licht des Auferstandenen die Welt erhelle. (StS)

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