Erfahrungen von Taufbewerbern

 

Carola S., Bürokauffrau, getauft mit 34 Jahren

Meine Tochter wurde vor elf Jahren gleich nach ihrer Geburt getauft. Trotzdem habe ich selbst mich lange Zeit nicht getraut, mich taufen zu lassen, obwohl ich schon als Kind darüber nachgedacht hatte. Kirche hat mich immer fasziniert, zum Beispiel die feierlichen Gottesdienste, die ganze Atmosphäre. Ich wollte gerne dazugehören Mein Bruder hat sich mit 20 Jahren taufen lassen, daher wusste ich, dass es als Erwachsene auch möglich ist, sich taufen zu lassen. Dennoch hat es dann noch lange gedauert, bis ich mich dazu entschieden habe.

Die Zulassungsfeier im Limburger Dom hat mich sehr beeindruckt. Das Highlight war dann natürlich die Taufe in meiner Gemeinde am Ende des Kurses.

Jetzt suche ich meinen Platz in der Gemeinde. Das ist nicht einfach, aber es wird schon gelingen. Man muss halt auch selbst was dafür tun.

 

Daniel K., Bankkaufmann, getauft mit 33 Jahren

In der Taufvorbereitungsgruppe habe ich Menschen kennengelernt, mit denen ich offen über meine Probleme mit dem Glauben sprechen konnte. Es waren Menschen aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen und Berufen: Medizinstudent, Banker, Krankenschwester, Radiomoderatorin. Dass wir gemeinsam die Tragweite unserer Entscheidung ausloten konnten, war sehr hilfreich. Unsere Eltern haben unsere Entscheidungen nicht immer verstehen können. Es ist eben etwas anderes, als einen Handyvertrag zu unterschreiben. Deshalb treffen wir uns jetzt auch nach Ende des Kurses weiter.

Ich überlege, mich neben der Arbeit und nach meinem Fernstudium ehrenamtlich zu engagieren, vielleicht in einem Projekt der Caritas, zum Beispiel in der Schuldnerberatung. Ich will in das Christsein einfach noch mehr reinwachsen.

 

Britta D., Studentin, getauft mit 26 Jahren

Kirche und Glauben spielten bei uns zu Hause keine große Rolle. Ich hatte aber zunehmend das Gefühl, auf der Suche zu sein nach etwas, was nicht zu benennen war. Im Laufe der Zeit spürte ich, dass mir die Beziehung zu Gott, zu Jesus fehlte.

Mich taufen zu lassen, war ein langer Entscheidungsprozess. Dafür ist ein halbes Jahr fast zu wenig. Die Gruppe hat mir dabei sehr geholfen. Wichtig war mir, dass ich von Anfang an die Zusicherung hatte, dass die Teilnahme an den Treffen nicht automatisch zur Taufe führt. Ich hätte jederzeit abbrechen können, ohne dass jemand böse gewesen wäre.

Ich kann allen, die vor einer solchen Entscheidung stehen, nur raten: Geht mit Neugierde hin, guckt, ob es zu Euch passt, hinterfragt alles. Es lohnt sich!

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