Der Ablauf der Taufe

Ziel und Höhepunkt des Weges der Einführung in das Christwerden ist die Besiegelung des Taufbewerbers durch die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie. In diesen Sakramenten empfangen die Taufbewerber die Gemeinschaft mit Jesus Christus, sie werden hineingenommen in das Geheimnis seines Sterbens und seiner Auferstehung. Gleichzeitig werden sie in das Volk Gottes aufgenommen. Die drei genannten Sakramente sind so eng miteinander verbunden, dass sie bei erwachsenen Taufbewerbern in einem einzigen Gottesdienst gespendet werden. Ob ein oder mehrere Taufbewerber gleichzeitig getauft werden, richtet sich nach der Zahl der Bewerber.

Die Osternacht ist der eigentliche Ort für die Tauffeier. Wenn dies nicht möglich ist, findet sie an einem Sonntag, dem Gedächtnistag der Auferstehung Jesu Christi, innerhalb einer Eucharistiefeier statt. In der Eucharistiefeier erfolgt die Taufe unmittelbar nach dem Hören auf das Wort Gottes (Lesung und Evangelium) und auf die Predigt. In einer Litanei werden die Heiligen Gottes um ihr fürbittendes Gebet angerufen, so wird deutlich, dass die Kirche eine Gemeinschaft ist, die in Gott über den Tod hinaus besteht. Nach der Segnung des Taufwassers bekennt der Täufling den Glauben an den dreieinen Gott, damit ist seine Absage an das Böse und eine Neuorientierung an Jesus Christus verbunden.

Dann erfolgt die Taufe durch Eintauchen oder Übergießen des Täuflings mit Wasser. Dabei nennt der Vorsteher der Feier den Namen des Täuflings und sagt: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Der Neugetaufte erhält nach der Taufe ein weißes Gewand oder einen weißen Taufschal als Zeichen dafür, durch die Taufe in Christus neugeschaffen worden zu sein. Danach wird ihm vom Paten eine Kerze übergeben, die an der Osterkerze, dem Symbol für Jesus Christus, entzündet wurde. Der Täufling ist jetzt ein Kind des Lichtes und soll in diesem Licht sein Leben führen.

Unmittelbar im Anschluss an die Taufe erfolgt die Firmung. Der Vorsteher der Feier taucht seinen Daumen in ein Gefäß mit Chrisamöl, ein mit Kräutern versetztes und geweihtes Olivenöl. Damit zeichnet er ein Kreuz auf die Stirn des Täuflings, spricht ihn mit seinem Namen an und sagt: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Täufling bekräftigt dies mit seiner Antwort „Amen“ („So sei es“). Mit dem Friedensgruß endet die Firmung.

Nach den Fürbitten, in denen für den Täufling und für andere wichtige Anliegen gebetet wird, beginnt die Vorbereitung der Mahlfeier, der Gedächtnisfeier an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Die Täuflinge empfangen zum ersten Mal die eucharistischen Gaben; Brot und Wein werden zu Leib und Blut Jesu Christi, unter diesen Zeichen ist er lebendig gegenwärtig und schenkt so Gemeinschaft mit ihm und untereinander. 

 

 

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